Konsum als sozialer kultureller und interaktiver Prozess

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3 Konsum als sozialer, kultureller und interaktiver Prozess

Verfasst von Maria Dabringer
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Ende der 1970er Jahre bis in die 1980er Jahre wird der Forschungsbereich Konsum in den Sozialwissenschaften neu aufgerollt. Besondere Bedeutung erlangen Studien zum Konsum durch das auftretende Phänomen des Massenkonsums. Durch kapitalistische Vermarktungsstrategien setzt sich in westlichen Marktökonomien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Massenangebot an Waren für die breite Bevölkerung als Alltagsphänomen durch. Gleichzeitig etabliert sich der Begriff der "Konsumgesellschaft".

Verschiedene Publikationen renommierter SozialwissenschaftlerInnen (Douglas 1975, Sahlins 1976, Goody 1981, Appadurai 1986a, 1986b, Douglas 1987, Miller 1987, Mintz 1992 [1987], Douglas & Isherwood 1996 [1979]) haben eindrucksvoll gezeigt, dass Menschen sich im Prozess des Konsums Güter aneignen, indem sie zu Dingen eine mentale Beziehung aufbauen: Vorerst unpersönliche Objekte werden konkrete Dinge, die kontextualisiert für den/die BenutzerIn oder KonsumentIn verschiedene Bedeutungen bekommen.

"[...] the individual uses consumption to say something about himself, his family, his locality, whether in town or country, on vacation or at home. The kind of statement he makes are about the kind of universe he is in [...]" (Douglas & Isherwood 1996 [1979]:44).

Ein neuer Blick auf das Phänomen Konsum entsteht innerhalb der Sozialwissenschaften und gleichzeitig eine neue Sensibilisierung für die Thematik.

Inhaltsverzeichnis

Weitere Kapitel dieser Lernunterlage

1 Der Begriff "Konsum(ption)"
2 Ökonomisch geleitete Perspektiven und Konsum
4 Konsum in Zeiten der Globalität
5 Bibliographie


Nächstes Kapitel: 3.1 Konsum als "Ausdruck von Lebensgestaltung"


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